Nach 3:0 gegen „Bolle“ ist Tas so gut wie durch
Vor dem 29. Spieltag war klar, dass Tasmania mit einem Heimsieg im Rennen um Platz eins so gut wie durch gewesen wäre. Da es bei Lichtenberg 47 am Samstag in Schwerin lange Zeit 0:0 stand, hätte ein Dreier sogar den Aufstieg endgültig fixiert – doch der Verfolger traf in der Nachspielzeit noch zum 1:0-Erfolg. Damit war der Druck, gegen den SV Siedenbollentin (erstmals im Werner-Seeleenbinder-Sportpark zu Gast) zu gewinnen auf Seiten der Neuköllner wieder präsenter. Der Neuling kam dabei als Tabellensiebter mit zuletzt fünf Partien ohne Niederlage an die Oderstraße. Durch die Verletzung von Rintaro Yajima aus dem Sparta-Spiel musste dqs Trainerteam einmal umstellen – mit Jean Paul Ajala-Alexis als Ersatz entschied man sich dabei, taktisch zur Doppelspitze zurück zu kehren. Vor dem Spiel wurden die verdienten Tasmanen Daniel Kaiser (später eingewechselt) und Rico Steinhauer (Startelf), die zum Saisonende sportlich kürzertreten möchten, vom Vorstand gebührend verabschiedet.
SV TASMANIA –
SV SIEDENBOLLENTIN 3:0 (0:0)
TASMANIA: Mika – Mema (83. Bokake-Befonga), Steinhauer, Baak (86. Günay), Häußler – Yayla – Mensah (80. Kaiser), Amamoo (80. Grigoriadis), Beyreuther – Cruz Magalhaes, Ajala-Alexis (83. Ulrich)
TORE: 1:0 Baak (60.), 2:0 Ajala-Alexis (75.), 3:0 Grigoriadis (83.).
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Geduldspiel zur Pause torlos
Vor dem Anlass entsprechend überdurchschnittlicher Kulisse entwickelte sich das übliche Bild der letzten Wochen: der Gegner stand tief und kompakt und lauerte auf Gelegenheiten zum Umschalten, während Tasmania überwiegend in Ballbesitz war. Pedro Vitor Cruz Magalhaes köpfte eine Flanke von Shean Mensah knapp vorbei (2.), eine Ecke fand dazu keinen Abnehmer im dicht besetzten Strafraum der Gäste (4.). Dabei übereilten es die Blau-Weiß-Roten nicht mit ihren Bemühungen nach vorne und standen dadurch defensiv ihrerseits stabil. Bezüglich der Chancen war Jean Paul Ajala-Alexis (Foto) dabei immer wieder im Mittelpunkt: erst schoss er aus spitzem Winkel über das Tor (15.), dann scheiterte er am gut aufgelegten SVS-Keeper Krause freistehend (29., Fußabwehr), per Kopf (36.) und einmal mit dem Knie (39.). Am nächsten dran am Führungstor war allerdings Cruz Magalhaes, der einen Freistoß von Florian Baak an die Querlatte köpfte (20.).
Baak bricht den Bann
Auch nach dem Wechsel arbeiteten die Neuköllner weiter beharrlich am Führungstreffer, das Abschlusspech vergrößerte sich aber dabei eher. Denn erst schoss Baak einen Abpraller aus zehn Metern über das Tor (47.), dann hatte Nathaniel Amamoo gleich zweimal kein Glück: erst entschärfte Krause seinen Kopfball zur Ecke, in deren Folge der 28-Jährige nur den Pfosten traf (52.). Dass die Gastgeber nicht nervös wurden angesichts des fehlenden Führungstors, sollte sich jedoch bezahlt machen, denn nach einer Stunde fiel das 1:0 – und dabei eigentlich aus einer weniger gefährlichen Situation. Jedenfalls beförderte Florian Baak (Foto) einen verlängerten Eckball im Getümmel hinter die Linie. Mit der Führung im Rücken war das Spiel nun ein ganz anderes: zunächst scheiterte Baak zwar erneut mit einem Kopfball (64.) und Mensah knallte von der Strafraumgrenze drüber (66.). Dann aber war Ajala-Alexis zur Stelle und spitzelte einen Abschluss von Amamoo noch zum 2:0 ins Tor – und als der gerade erst eingewechselte Kosta Grigoriadis auf 3:0 erhöhte, war die Partie endgültig zu Gunsten Tasmanias gelaufen. Nach dem Abpfiff durfte so auf dem Platz gefeiert werden – auch wenn Meisterschaft und Aufstieg bei drei Punkten Vorsprung und dem um 15 Treffer besseren Torverhältnis rein rechnerisch noch nicht in trockenen Tüchern ist.
Zum Abschluss nach Mahlsdorf
So geht es zum Abschluss der Saison 2025/26 erst am übernächsten Wochenende (wegen des Endspiels im Landespokal am 23. Mai) für den Spitzenreiter zu Eintracht Mahlsdorf (30.05., 14 Uhr – Am Rosenhag). Der Tabellensechste ist dabei nach gutem Start ins Jahr 2026 (vier Spiele, 10 Punkte) etwas aus dem Tritt geraten (drei Siege, ein Remis, fünf Niederlagen) – während der SV Tasmania nach etwas Auf und Ab in diesem Jahr zuletzt wieder in die Spur gefunden hat.


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