Tas gewinnt beim Neuling 5:2
Das Trainergespann schickte beinahe die identische Startelf ins Rennen wie beim Weiterkommen im Pokal (1. Runde) eine Woche zuvor – nur die beiden offensiven Flügel wurden mit mehr Erfahrung besetzt. Statt Kemal Günay (Bank) und Fatih Sentürk (fehlte) waren so Konstantinos Grigoriadis und Nathaniel Amamoo im Einsatz. Grigoriadis sorgte dabei zunächst für Tasmanias (und sein persönlich) zweites Saisontor beim 0:1 und erzwang das Eigentor zum 1:2. Pedro Vitor Cruz Magalhaes gelang dazu vom Punkt sein erster Treffer in der Liga, ebenso wie Daniel Kaiser und Lukas Stagge. Am Ende stand ein deutlicher Sieg unter paradoxen Begleitumständen: denn der Erfolg hätte nicht zuletzt wegen der Dominanz in der ersten halben Stunde deutlich höher ausfallen und damit frühzeitig gesichert werden können. Andererseits stand das Ergebnis in der Phase vor bzw kurz nach der Pause durchaus auf der Kippe.
Mit sechs Punkten steht der SV Tasmania nun auf Platz 5 der Tabelle und empfängt kommenden Sonntag den SV Lichtenberg 47 (14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Sportpark – der Vizemeister der beiden Vorjahre steht mit makelloser Ausbeute schon wieder auf Rang 2 der NOFV-Oberliga Nord.
SD CROATIA – SV TASMANIA 2:5 (1:1)
TASMANIA: Mika – Yayla (83. Ziehme), Steinhauer, Häußler, Labbouz (82. Paolucci) – Kaiser (79. Jakob), Bokake-Befonga, Stagge – Grigoriadis, Cruz Magalhaes, Amamoo (79. Söyler)
TOR: 0:1 Grigoriadis (15.), 1:1 Ammar (45.), 1:2 Sari (55., Eigentor), 1:3 Cruz Magalhaes (62., Foulelfmeter), 1:4 Kaiser (72.), 1:5 Stagge (83.), 2:5 Akova (90.)
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Vorteile nicht genutzt

Von Beginn an spielten beide Teams mit offenem Visier, die klareren Chancen hatte zunächst aber Tasmania. So gingen die Neuköllner auch folgerichtig in Führung, als Grigoriadis über rechts geschickt wurde und der sich dann für den (erfolgreichen) Torabschluss entschied. Auf der anderen Seite musste Mateusz Mika bei einer Eingabe von Ohadi die Kugel aus dem Torwinkel befördern (17.) und sich erstmals auszeichnen. Nur eine Minute später fühlte sich Grigoriadis bei seinem Kopfball regelwidrig bedrängt, doch der Pfiff blieb aus. So erlahmte Tasmanias Angriffsschwung nach einer halben Stunde zusehends, Cruz Magalhaes verfehlte per Kppf noch das Tor (35.) und Kaisers Freistoß bereitete Croatias Torwart Cevik keine Probleme (41.). Die Gastgeber wurden in ihren Offensivbemühungen jetzt aber konkreter: Ammar scheiterte zunächst aus 17 Metern noch an Mika (41.) – dann traf er doch, als die Tas-Deckung eine Eingabe passieren ließ und er platziert einschoss. So ging es mit 1:1 in die Pause – unnötig, aber durchaus der Wende im Spielverlauf entsprechend.
Croatias Fehler entscheiden

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war so wieder alles offen und Zghal, der aus spitzem Winkel verzog, hätte dem Ergebnis und möglicherweise der Partie eine Wende zugunsten Croatias geben können (50.). Auch die Blau-Weiß-Roten ließen erneut eine Chance ungenutzt, als Cruz Magalhaes ein Zuspiel von Kaiser im Strafraum noch an Amamoo weiter leitete, der aus kurzer Distanz jedoch an Cevik nicht vorbei kam (54.). Doch Croatias Defensive schwächelte jetzt, nach einem Missverständnis legte Grigoriadis quer und Croatias Sari konnte bei seinem Klärungsversuch das Eigentor nicht mehr vermeiden. Kurz darauf war die Abwehr der Tempelhofer wieder indisponiert und verursachte in der Not einen Foulelfmeter an Cruz Magalhaes, der selbst zum 1:3 vollstreckte. Angesichts des Vorsprungs konnte Tas nun seine Qualitäten ausspielen, während der Aufsteiger taumelte – so wären durchaus noch mehr Treffer als die von Kaiser und Stagge möglich gewesen. Die Hausherren wurden dann nochmal dafür belohnt, dass sie nicht aufsteckten und erzielten nach einem sauber von Akova ausgespielten Konter noch den Treffer zum 2:5-Endstand.


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