Remis in langer Unterzahl

15. September 2025

Tas spielt 0:0 gegen Klosterfelde

Das Trainerteam nahm gegenüber dem letzten Punktspiel zwei Änderungen in der Startelf vor: Daniel Kaiser und Lirim Mema fehlten, dafür standen Rico Steinhauer und Rintaro Yajima von Beginn an im Team. Nach überlegener erster halber Stunde sorgte die Ampelkarte für Tim Häußler dann für ein komplett anderes Spiel – Rici Bokake-Befonga musste dafür wegen eines taktischen Wechsels Deji Beyreuther Platz machen. Die nun das Spiel bestimmenden Gäste zeigten sich jedoch im Ausnutzen der Chancen schwach – das änderte sich auch nicht nach der Gelb-Roten Karte für Pedro Vitor Cruz Magalhaes, die dem Aufsteiger zwischenzeitlich sogar zwei Spieler mehr auf dem Platz bescherten. Nach dem Platzverweis für Boritzki näherte sich die Zahl der Spieler auf dem grünen Rasen dann in der Schlussviertelstunde wieder etwas an – am Ende aber stand ein torloses Unehtschieden, das unter den besonderen Umständen als Erfolg der Widerstandskraft der Blau-Weiß-Roten bewertet werden konnte. Erfreulich: Beyreuther lieferte den Nachweis, dass er auch der intensiven Belastung in Unterzahl über 60 Minuten stand halten konnte, und Ensar Bekdemir kam zu seinen ersten Pflichtspielminuten 2025/26 im Oberligateam.


SV TASMANIA –
UNION KLOSTERFELDE 0:0

TASMANIA: Mika – Yayla, Steinhauer, Häußler, Labbouz – Yajima, Bokake-Befonga (34. Beyreuther), Stagge – Grigoriadis (59. Berjaoui), Cruz Magalhaes, Amamoo (89. Bekdemir)
TORE: –
SPIELBESUCH: 89 Zahlende im Werner-Seelenbinder-Sportpark
GELB-ROTE KARTEN: Häußler (30.), Cruz Magalhaes (55., beide Tasmania) – Boritzki (77., Union)


Druckvoll bis zum Platzverweis

Tasmania setzte den Aufsteiger von Beginn an unter Druck: ein Linksschuss von Youssef Labbouz wurde noch entscheidend abgefälscht, den daraus resultierenden Eckball zirkelte Bokake-Befonga knapp über die Querlatte (2.). Kurz darauf wurde Cruz Magalhaes von Nathaniel Amamoo in Szene gesetzt, auch sein Schuss wurde abgeblockt – aber der Schiedsrichter gab diesmal keinen Eckball. Nach knapp zwanzig Minuten versuchte es Bokake-Befonga aus der Distanz, sein Ball landete aber erneut nur auf dem „Tordach“. Doch die Neuköllner blieben am Drücker: erst zwang Amamoo den Gästetorwart zu einer Fußbwehr, im Anschluss landete der Kopfball von Cruz Magalhaes nur an der Querlatte (23.). Union kam dann nach Ballverlust Tasmanias zum ersten Torschuss (27.), bevor sich Häußler in der von intensiven Zweikämpfen gekennzeichneten Partie früh die Gelb-Rote KIarte einhandelte. Immerhin kamen die Hausherren nach einer Ecke durch Labbouz noch zu einer Chance, sein Kopfball verfehlte jedoch knapp das Ziel. Auf der Gegenseite zwang Durmishi Tas-Torwart Mateusz Mika zu einer ersten Glanzparade.

Tas hält die Null

Wie lang die Minuten nach Häußlers Platzverweis in Unterzahl werden könnten, erwies sich dann spätestens im zweiten Durchgang. Die zweite Ampelkarte des Nachmittags für Tas – auch diese nach der vielleicht etwas sehr konsequenten Spielführung des Rostocker Referees vertretbar – sorgte zumindest gefühlt nicht für eine noch drastischere Änderung der Kräfteverhältnisse auf dem Platz. Die Gäste hatten schon mit einem Mann mehr das Kommando übernommen, im letzten Drittel fehlte ihnen aber beim finalen Pass bzw. Abschluss die erforderliche Konzentration. Tasmania nahm dazu die Herausforderung mit großem Kämpferherzen an und verteidigte buchstäblich bis zum Umfallen das eigene Tor – wenn der Ball doch mal den Weg durch die vielbeinige Abwehr fand, reagierte Mika wie schon gegen Lichtenberg 47 stark. Dazu versuchte man aber auch immer wieder, durch laufintensive Spielzüge in Richtung gegnerisches Tor für Entlastung zu sorgen. Die Leidenschaft wurde am Ende belohnt – denn wie Trainer Pardis Fardjad-Azad später auch der „Fußball-Woche“ sag: „Das fühlt sich für uns an wie ein Sieg!“

Freitag gegen den BAK

Schom am Freitag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm: am 6. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord kommt dann der Berliner AK an die Oderstraße. Mit „Trainerrückkehrer“ Hassan Beltagy konnten die Moabiter zuletzt zwei Siege feiern (4:0 bei TSV 1897 im Pokal, 4:3 gegen Wismar) – der Anstoß im Werner-Seelenbinder-Sportpark erfolgt um 19.30 Uhr.