Tas nutzt „47-Vorlage“ nicht
Die Reise nach Neutrelitz traten die Blau-Weiß-Roten ohne den angeschlagenen Fatih Baca im Kader an, mit Deji Beyreuther und Rico Steinhauer standen dazu zwei weitere Kandidaten für die Innenverteidigung nicht zur Verfügung. Gut also, dass Tim Häußler wieder einsatzbereit war und in die Abwehrzentrale rücken konnte. Nach der Niederlage von Verfolger Lichtenberg 47 am Freitag in Klosterfelde konnten die Neuköllner dabei ohne den ganz großen Druck in die Partie gehen – auch wenn die Bilanz in der Residenzstadt (ein Unentschieden, vier Niederlagen) bislang noch keinen Sieg aufweisen konnte.
TSG NEUSTRELITZ –
SV TASMANIA 2:0 (1:0)
TASMANIA: Mika – Yayla (88. Bekdemir), Häußler, Baak, Labbouz (46. Grigoriadis) – Mensah, Yajima, Danko, Amamoo – Ajala-Alexis (83. Ramos), Cruz Magalhaes
TORE: 1:0 Härtel (29.), 2:0 Kmetjuks (87.)
SPIELBESUCH: 346 Zahlende im Parkstadion Neustrelitz
Schwache erste Halbzeit
In den ersten 45 Minuten entwickelte sich zwar ein durchaus intensives Spiel, Torchancen gab es jedoch nur ganz wenige zu sehen. Gegen die kompakt stehende TSG-Mannschaft konnte Tas aus dem Spiel heraus praktisch keine Gefahr erzeugen, die Gastgeber standen bei ihren Umschaltsituationen dazu öfters im Abseits. Der Kopfballaufsetzer von Florian Baak (Foto) nach einem Eckball, den TSG-Keeper Höftmann parierte, war zunächst einziges „Highlight“ der Begegnung. Bei einem langen Flankenschlag der Hausherren in den Strafraum aber, als wir einmal selbst tief standen, bekamen zwei Verteidiger den Ball nicht geklärt – TSG-Stürmer Härtel machte den Abpraller vielmehr fest und kam dann zum Abschluss. Zwischen unseren Abwehrspielern hindurch traf der „Tasmania-Schreck“ (7. Tor im fünften Einsatz gegen Tas) dann zum 1:0 – Mateusz Mika war zwar noch am Ball, konnte ihn aber aus der kurzen Distanz nicht mehr entscheidend ablenken. Bei einem weiteren langen Schlag musste Tasmanias Torwart dabei noch mit dem Kopf vor Härtel klären, war aber vor der folgenden Kollision mit dem Gegner eindeutig eher am Ball.
Mehr Initiative – keine Ausbeute
Nach dem Wechsel war Tasmania zwar um mehr Torgefahr bemüht, diese beschränkte sich jedoch zumeist auf ruhende Bälle. So versuchte Kerem Yayla (Foto) zweimal mit Freistößen von der linken Seite sein Glück, Höftmann war jedoch jeweils im kurzen Eck zur Stelle. Ansonsten spielten beide Teams ihre Situationen meist nicht gut aus – kurz vor Schluss dann ließ sich Tasmania aber von einer weiteren hohen Flanke kalt erwischen. Diesmal fehlte im Strafraum jegliche Zuordnung und der für Härtel eingewechselte Kmetjuks beförderte die Kugel am herauseilenden Mika vorbei zum 2:0 ins Tor. Damit war die Entscheidung praktisch gefallen, zumal Baak kurz darauf noch freistehend über die Latte schoss, als ein Ball den Weg durch die vielbeinige Abwehr gefunden hatte. Dazu fehlte dem Innenverteidiger auch noch das Quäntchen Glück, das die Mecklenburger in ähnlicher Situation beim 1:0 hatten – damit stand die (erneute) Niederlage in Neustrelitz fest.
Nächste Hürde beim SV Sparta
So verpasste unser Team auch die Möglichkeit, auf zwei oder gar vier Zähler vor den 47ern davon zu ziehen – doch die Führung mit einem Punkt mehr hat weiterhin Bestand. Am Sonntag steht nun beim SV Sparta (14 Uhr, Paul-Kalkbrenner-Sportfeld) die nächste knifflige Prüfung auf dem Programm. Die Lichtenberger erleben nach einem Umbruch angesichts von Platz 10 und 36 Punkten zwar nur eine durchwachsene Spielzeit – können aber gerade an der Fischerstraße (47 Heimtore 2025/26 sind Bestwert der Liga) nach wie vor ein Feuerwerk abbrennen. Tasmanias letzte beide Gastspiele dort gingen dabei verloren, davor ist die Bilanz seit 2002 aber positiv (vier Siege, ein Remis, zwei Niederlagen) – dazu setzte sich Tas in diesem Zeitraum bei Sparta zweimal im Pokal durch.


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