Meistertitel in Mahlsdorf

2. Juni 2026

Tas gewinnt deutlich und steigt auf

Am letzten Spieltag hieß es für unsere Oberligamannschaft: auch vermeintlich klare Angelegenheiten müssen erst in trockene Tücher gebracht werden. In das Fernduell mit Verfolger Lichtenberg 47 (Heimspiel gegen das noch abstiegsbedrohte TeBe) startete Tas jedenfalls mit drei Punkten Vorsprung und der um 15 Treffer besseren Tordifferenz. Bei Eintracht Mahlsdorf ließen die Blau-Weiß-Roten dann aber schnell keine Zweifel mehr aufkommen und sicherten sich mit einem 5:0-Erfolg am Ende Platz 1, die Meisterschaft sowie den Aufstieg in die Regionalliga Nordost. Im Vergleich zum Spiel vor 14 Tagen gegen den SV Siedenbollentin (3:0) nahm das Trainerteam dabei vier Änderungen vor: Tim Häußler und Lirim Mema (ebenso wie der weiterhin verletzte Rintaro Yajima) standen gar nicht zur Verfügung, Jean Paul Ajala-Alexis und Florian Baak nahmen (zunächst) auf der Bank Platz. Neu in der letzten Startelf 2025/26 waren dafür Rici Bokake-Befonga, David Danko, Kosta Grigoriadis und Youssef Labbouz. Pedro Vitor Cruz Magalhaes (Foto) (26 Saisontreffer) verpasste dabei trotz zweier Tore die Chance auf die Krönung zum besten Schützen der Oberliga Nord 2025/26, da Mahlsdorfs fehlender Stürmer Nils Stettin (27) am Ende knapp die Nase vorn behielt. Auf Seiten der Eintracht wurde Christoph Zorn offiziell verabschiedet und bei seiner Auswechslung nach einer knappen halben Stunde mit einem gemeinsamen Spalier gewürdigt.


EINTRACHT MAHLSDORF –
SV TASMANIA 0:5 (0:4)

TASMANIA: Mika – Yayla (75. Ziehme), Steinhauer, Beyreuther, Labbouz – Danko (46. Jakob), Bokake-Befonga – Mensah (46. Ajala-Alexis), Amamoo (61. Kaiser), Grigoriadis (61. Bekdemir) – Cruz Magalhaes
TORE: 0:1 Grigoriadis (2.), 0:2 Cruz Magalhaes (4.), 0:3 Cruz Magalhaes (13.), 0:4 Grigoriadis (44.), 0:5 Labbouz (77.)
SPIELBESUCH: 521 Zahlende am Rosenhag


Blitzstart mit 3 Toren

Die Gastgeber hatten sich noch gar nicht richtig sortiert, da lagen sie bereits mit 0:2 in Rückstand: erst versenkte Kosta Grigoriadis (Foto) die Kugel überlegt, dann köpfte sie Pedro Vitor Cruz Magalhaes nach Flanke von Shean Mensah ins Mahlsdorfer Tor. Doch die Neuköllner blieben auf dem Gaspedal – zunächst fand Grigoriadis‘ Eingabe nach feinem Solo keinen Abnehmer (7.), dann erhöhte Cruz Magalhaes mit platziertem Schuss ins lange Eck auf 0:3. Damit waren die Verhältnisse in jeder Beziehung frühzeitig geklärt, Tasmania behielt jedoch weiter die Spielkontrolle. So musste Eintracht-Torwart Büchel bei Bokake-Befongas Abschluss nach Vorarbeit von Nathaniel Amamoo zupacken (22.) und bei einem Kopfball von Cruz Magalhaes auf der Hut sein (36.). Als sich der Brasilianer dann kurz vor der Pause im Strafraum behauptete, konnte Grigoriadis sogar noch zum 0:4 abstauben.

„Meisterparade“ nach der Pause

Auch nach dem Wechsel hatten die Blau-Weiß-Roten das Geschehen weitgehend im Griff und ließen gegen den angeschlagenen Widersacher kaum etwas zu. Tas selbst ließ die Kugel oft über lange Wege kreisen, näherte sich seinerseits hier und da nochmal gefährlich an – und kam durch einen sehenswerten „Chipball“ von Youssef Labbouz (Foto) noch zum 0:5. Unterdessen kam neben Rico Steinhauer der ebenfalls bereits verabschiedete Daniel Kaiser noch zu einem letzten Einsatz für die Blau-Weiß-Roten. Dass dazu Lichtenberg 47 parallel in der Nachspielzeit noch 0:1 verlor, wurde angesichts der meisterlichen Vorstellung Tasmanias dabei nur noch eine Randnotiz.

Meister 2025/26 und Aufstieg

Mit dem deutlichen Sieg zum Abschluss krönte sich der SV Tasmania also zum Meister der NOFV-Oberliga Nord 2025/26 – anders als vor fünf Jahren über eine komplette Spielzeit (die „Corona-Saison 2020/21“ wurde seinerzeit nach neun Spieltagen abgebrochen). Am Ende kam man mit sechs Punkten Vorsprung ins Ziel und wies mit 85 Treffern sowie 35 Gegentoren jeweils auch die Bestwerte in diesen Kategorien auf. In der Heimwertung belegte man ebenso den 1. Rang (40 Punkte) wie im ersten Halbjahr (34 Punkte), das zweitbeste Team wurde Tasmania mit 27 Zählern in der Auswärtswertung – und 33 Punkte in der Rückrunde reichten immer noch für Rang 3.

Ehrungen und Feier

Nach der Siegerehrung durch den NOFV am Rosenhag, folgte eine Fahrt vom Spielort im offenen Doppeldecker-Bus zum Empfang im Rathaus Neukölln (Foto), wo sich die Mannschaft in Anwesenheit u.a. von Bürgermeister Martin Hikel und Stadtrat Jochen Biedermann ins Goldene Buch des Bezirks eintragen durfte. Im Anschluss klang der Abend im Werner-Seelenbinder-Sportpark bei ausgelassener Stimmung feierlich aus.

Regio Nordost 26/27 in der Vorschau

Die kommende Saison bestreiten die Blau-Weiß-Roten damit zum zweiten Mal nach 2021/22 (damals: 20. Platz, 17 Punkte) in der Regionalliga Nordost – die Spielzeit beginnt am Wochenende 24. bis 26.07.2026.