Tas unterliegt Chemie 2:5
Der SV Tasmania musste am 9. Spieltag der Regionalliga Nordost bereits die siebte Niederlqge hinnehmen – durch die 2:5-Heimniederlage ließen die Neuköllner dazu Chemie Leipzig in der Tabelle passieren und rutschten so auf den vorletzten Rang ab (4 Punkte, 11:30 Tore). Vor knapp 2.000 Zahlenden im Werner-Seelenbinder-Sportpark wurden dabei die Defensivprobleme vor allem in der Anfangsphase deutlich und vom Gegner eiskalt bestraft – zwar zeigte das Team im Anschluss Moral, belohnen konnte es sich aber letztlich nicht mehr. Einen erfreulichen Nebenaspekt gab es allerdings mit dem Comeback von Pedro Vitor Cruz Magalhaes (Foto) (2025/26: 22 Tore), der nach seiner Fußverletzung aus der Vorbereitung zu ersten Einsatzminuten in der Regionalliga kam. Auch Verteidiger Fatih Baca (Startelf) und Flügelspieler Amar Numic konnten nach ihren Bänderverletzungen wieder mitwirken.
SV TASMANIA –
BSG CHEMIE LEIPZIG 2:5 (2:3)
TASMANIA: Mika – Yayla, Collins, Baca, Rehder – Janeš (79. Cakmak), Yajima – Mensah, Grigoriadis (57. Beyazit), Labbouz (83. Numic) – Berko (57.Cruz Magalhaes)
TORE: 0:1 Silic (7.), 0:2 Sanogo (16.), 1:2 Collins (21.), 1:3 Reincke (44., Foulelfmeter), 2:3 Berko (45.), 2:4 Kühn (81.), 2:5 Kühn (90.+4)
SPIELBESUCH: 1.968 Zahlende im Werner-Seelenbinder-Sportpark
Aufbäumen nach 0:2-Rückstand
Die ersten Minuten verliefen zunächst ausgeglichen, doch Tasmania geriet mit der ersten Chance des Gegners in Rückstand: nach einer kurz ausgeführten Ecke überlief Kratzer Youssef Labbouz, die flache Eingabe bekamen sowohl Jamilu Collins (Foto) als auch Kerem Yayla nicht geklärt und Silic bedankte sich mit einem mehr strammen als platzierten Schuss zum 0:1. Das Gegentor sorgte nicht gerade für mehr Selbstvertrauen, und nach dem 0:2 – Sanogo ließ Labbouz ins Leere laufen und traf ins lange Eck, musste man sich schon Sorgen machen in diesem wichtigen Spiel. Nur zwei Minuten später hatte ein Einwurf der Gäste ein heilloses Durcheinander in der Neuköllner Defensive zur Folge, der Ball flipperte über mehrere Stationen durch den Fünfmeterraum, bis Mateusz Mika ihn endlich zu fassen bekam (18.). Beinahe schon überraschend zu diesem Zeitpunkt dann der Anschlusstreffer für Tas: Collins spritzte in einen als Spielaufbau der Leipziger gedachten Pass, über Rintaro Yajima und Kosta Grigoriadis kam die Kugel wieder zu Collins, der freistehend im Strafraum in die kurze Ecke traf. Eine Situation, die bewies, dass der Gegner keineswegs unbezwingbar war – die Erleichterung war unserem Team in der Folge anzumerken. Nach einem langen Schlag von Baca spielte Shean Mensah in die Spitze zu Erich Berko, der jedoch noch von seinem Gegenspieler blockiert wurde. Statt des Ausgleichs handelte sich Tasmania jedoch einen Foulelfmeter ein, als Yayla im Zweikampf ins Rutschen kam und Kühn das Angebot annahm – Reincke stellte vom Punkt den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Doch schon im Gegenzug zeigten sich die Hausherren widerspenstig: Mensah behauptete den Ball gegen mehrere Leipziger, Labbouz zog über links los und seine zielgenaue Eingabe köpfte Berko unhaltbar zum 2:3 ein.
Tas kommt nicht zum Ausgleich
Nach dem Wechsel bekam Tasmania mehr Kontrolle über das Spiel, wurde jedoch nur selten zwingend. Erst in der 66. Minute sorgte Yajima mit einem Schuss von der Strafraumgrenze wieder für etwas Torgefahr. Der Ball wurde jedoch zur Ecke abgefälscht, den folgenden Standard wuchtete Fatih Baca (Foto) mit dem Kopf am Chemie-Tor vorbei (67.). Der Innenverteidiger war auch an der nächsten Tas-Chance beteiligt, als er eienen Einwurf mit dem Kopf verlängerte – Magalhaes verfehlte mit seinem Schuss aus der Drehung aber ebenfalls das Gehäuse der Leutzscher. Dann verlängerte der Brasilianer auf den eingewechselten Abdulkadir Beyazit, der aus 16 Metern aber knapp drüber schoss (73.). Die Gäste kamen erst zehn Minuten vor dem Ende mal wieder vor den Kasten der Blau-Weiß-Roten – trafen dabei allerdings aus dem Nichts. Einen verlängerten Einwurf brachte Kühn in Bedrängnis durch Felix Rehder artistisch mit dem Rücken zum Tor in der Ecke unter. Die Ernüchterung auf Seiten Tasmanias war maximal – dennoch versuchte man, den erneuten Anschlusstreffer zu erzielen: nach einer Ecke kam der eingewechselte Numic aus halblinker Position zum Abschluss, doch BSG-Keeper Bergmann griff sich den Ball (90.). Die Zeit lief den Gastgebern nun davon, und in der letzten Aktion mussten sie nach einem Konter sogar noch das 2:5 hinnehmen – das bittere Ende eines wichtigen Spiels, in dem die eigenen Fehler letztlich deutlich den Ausschlag gaben.
Samstag in Lankwitz
Am kommenden Spieltag gastiert der SV Tasmania nun innerhalb Berlins beim BFC Preussen, der seinen Aufschwung sicherlich mit dem dritten Dreier der Englischen Woche krönen will. Der Anstoß im Preussen-Stadion erfolgt am Sonnabend um 14 Uhr – nach nur einem Zähler aus den vergangenen fünf Partien würde Tas dabei ein Punktgewinn mal wieder sehr gut tun.


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