Keine Punkte in Klosterfelde

9. März 2026

Tas verliert in Unterzahl beim Neuling

Im Freitagabendspiel beim Aufsteiger kassierte unsere Oberligamannschaft die vierte Niederlage der Saison 2025/26, die erste im neuen Jahr – zuletzt war sie in der Liga Mitte Oktober bei TuS Makkabi (1:3) leer ausgegangen, blieb danach neunmal ungeschlagen bei maximaler Punktausbeute. Zwischendrin hatte man dazu noch im Pokal-Viertelfinale bei SD Croatia (1:2, Mitte November) den Kürzeren gezogen. Bemerkenswert: gegen SG Union blieben wir in beiden Duellen ohne eigenen Torerfolg (nur beim 0:1 gegen Hansa II war es noch ein drittes Mal 2025/26 der Fall) und beendeten die Partie jeweils mit nur neun Spielern. Im Vergleich zum 2:1-Sieg im Spitzenspiel bei 47 gab es dazu zwei Änderungen in der Startelf: für Deji Beyreuther (nicht im Kader) war Florian Baak von Beginn an dabei, dazu kehrte Pedro Vitor Cruz Magalhaes nach Gelbsperre zurück und verdrängte Jean-Paul Ajala-Alexis auf die Bank. Erstmals im Jahr 2026 wieder im Kader stand dazu Tim Häußler (letztes Spiel Mitte Dezember gegen Sparta), der in der Schlussphase noch eingewechselt wurde.

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SG UNION KLOSTERFELDE –
SV TASMANIA 2:0 (1:0)

TASMANIA: Mika – Mema, Baca, Baak – Yayla, Danko (85. Ajala-Alexis) – Mensah (61. Grigoriadis), Yajima, Amamoo (68. Sentürk), Labbouz (85. Häußler) – Cruz Magalhaes (85. Ulrich)
TORE: 1:0 Walter (34.), 2:0 Durmishi (90.+5)
SPIELBESUCH: 415 Zahlende auf dem Sportplatz Mühlenstraße, Wandlitz
GELB-ROTE KARTE: Mema (79. – Tasmania)
ROTE KARTE: Baak (49. – Tasmania)

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Rückstand zur Pause

In den Anfangsminuten wollten uns die Hausherren auf den Zahn fühlen, denn sie drängten auf dem engen Kunstrasenplatz vom Anpfiff weg, letztlich kam dabei „netto“ aber noch nichts heraus. In der Folge ließ nun Tasmania die Muskeln spielen: David Danko (Foto) probierte sich aus 18 Metern, doch Union-Torwart Schubert war auf dem Posten (5.), eine Eingabe von Youssef Labbouz blieb dazu ohne Abnehmer (8.). Weitere gute Chancen ließen die Neuköllner ungenutzt: nach Labbouz-Flanke fand Nathaniel Amamoo per Kopf in Schubert seinen Meister (10.), ein abgefälschter Danko-Schuss klatschte an die Querlatte (11.). Und auch Florian Baak mit einem Kopfball (14.) sowie Cruz Magalhaes nach Doppelpass mit Rintaro Yajima (15.) konnten Unions Schlussmann nicht überwinden. Danach kühlte sich die Partie bei torlosem Spielstand etwas ab, doch die Gastgeber nutzten eine Umschaltsituation nach einer guten halben Stunde zum 1:0. Die Führung spielte den Gastgebern mächtig in die Karten, Tasmania biss sich weiter die Zähne aus: Shean Mensah schloss aus spitzem Winkel ab, doch Schubert riss die Fäuste hoch (38.), und bei Cruz Magalhaes‘ Kopfball fehlte nicht viel (42.).

In Unterzahl glücklos

Im zweiten Durchgang setzte sich der Trend zunächst fort: Amamoos Kopfball nach Flanke von Danko ging knapp vorbei (48.), dann aber sorgte ein Platzverweis für einen weiteren Rückschlag. Fast an der Seitenlinie kam Florian Baak (Foto) im Zweikampf zu spät, der Schiedsrichter wertete dies wohl als Notbremse – eine harte Entscheidung. In Unterzahl aber mussten die Blau-Weiß-Roten (diesmal nicht im weiß-blauen Jubiläumstrikot) weiter am Drücker bleiben, um den Ausgleich zu erzielen, wodurch sich immer wieder Konterchancen für die Klosterfelder ergaben. So parierte Mateusz Mika einen Flachschuss stark (62.), dann ging ein weiterer Abschluss knapp vorbei (65.) und bei einem Pfostentreffer war Tas obendrein im Glück (66.). Zwar kamen die Unseren immer wieder auch vor das gegnerische Tor, aber nur bei einem Schuss des eingewechselten Kosta Grigoriadis musste Unions Schlussmann auf der Hut sein. Die Schlussphase wurde – eingeläutet von der Ampelkarte gegen Lirim Mema – dann nochmal richtig hitzig. Mit den Wechseln kurz vor Schluss setzte das Trainerteam nochmal alles auf eine Karte und nahm die Kontermöglichkeiten für den Gegner in Überzahl in Kauf. Doch es gab letztlich kein Durchkommen, und als Durmishi einen Gegenzug in der Nachspielzeit zum 2:0 nutzen konnte, war die Entscheidung gefallen. Der demonstrative Jubel in Richtung Tas-Bank sorgte dann im Anschluss und noch nach Abpfiff für Rudelbildungen – aus Sicht Tasmanias der negative Höhepunkt dieses Abends in Wandlitz.

Samstag beim BAK

Die nächste Partie in der NOFV-Oberliga Nord bestreitet der SV Tasmania am Sonnabend beim Berliner AK. Die Moabiter haben just den dritten Trainerwechsel vorgenommen und die Stelle mit Murat Tik besetzt. Dem gelang mit dem Team gleich mal ein 2:1-Erfolg in Wismar, am Mittwoch steht für die „Athleten“ dazu noch das wichtige Nachholspiel gegen Tennis Borussia auf dem Programm. In der Hinrunde entschied Tas das Duell trotz langer Unterzahl nach Rot gegen Steinhauer noch mit 3:1 für sich, letzte Saison gab es im Poststadion beim 1:1 eine Punkteteilung. Der Anstoß erfolgt um 13 Uhr im Poststadion – ob auf dem Natur- oder Kunstrasenplatz, darüber sollten sich Interessierte nochmal kurzfristig informieren.