Tas schlägt Makkabi 3:0 und ist wieder Erster
Neun Tage nach der ernüchternden 1:3-Niederlage bei TeBe waren die Beobachter natürlich gespannt, wie unsere Oberligamannschaft den Rückschlag und den Verlust der Tabellenführung (durch den 47-Erfolg am Mittwoch in Wismar) weggesteckt hat. Das Trainerteam hatte dazu vier Änderungen gegenüber der Vorwoche in der Startelf vorgenommen: Rici Bokake-Befonga und Kerem Yayla blieben zunächst draußen, dazu fehlten Kosta Grigoriadis (Sperre) und Rico Steinhauer. Dafür bildeten Fatih Baca und Tim Häußler wieder die Innenverteidigung, Nathaniel Amamoo kehrte in die erste Elf zurück und Jean Paul Ajala-Alexis bildete mit Pedro Vitor Cruz Magalhaes eine Doppelspitze. Dadurch spielte das Team auch in verändertem System (4-4-2 statt 4-2-3-1) – das machte sich letztlich bezahlt, weil Tas nach einer Stunde geduldigen Drucks in Führung ging und in der Folge noch zwei Treffer zum 3:0-Erfolg nachlegen konnte. Durch die parallele 0:1-Niederlage von Lichtenberg 47 (51 Punkte) in Rostock eroberten die Neuköllner (jetzt 52 P.) so die Tabellenführung am 24 Spieltag der NOFV-Oberliga Nord wieder zurück.
SV TASMANIA –
TUS MAKKABI 3:0 (0:0)
TASMANIA: Mika – Beyreuther, Baca, Höußler, Labbouz (46. Yayla) – Mensah (85. Kaiser), Yajima, Danko (81. Bokake-Befonga), Amamoo (81. Jakob) – Ajala-Alexis (81. Ulrich), Cruz Magalhaes,
TORE: 1:0 Amamoo (59.), 2:0 Mensah (68.), 3:0 Ajala-Alexis (78.)
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Zur Pause torlos
Makkabi war ohne Stammtorwart Lindner an die Oderstraße gekommen, dazu fehlten einige Spieler kurzfristig bzw. schon länger (u.a. Bah, Bache, Cisse, Coleman, Gefrörer, Lenz, Stahl, Tokgöz). Das bestätigte die Charlottenburger offenbar nur darin, auf Umschalten zu setzen und Tasmania den Ball zu überlassen – eine Taktik, die sich zumindest bei Heimspielen gegen die Blau-Weiß-Roten des Öfteren bewährt hatte. Vor der Pause ließen sie so nur wenige Chancen zu: Cruz Magalhaes setzte etwa einen schwierig zu nehmenden Kopfball aus kurzer Disztanz über das Tor (5.) und Amamoo hatte gleich zweimal kein Glück, als er erst nach Vorlage von Jean Paul Ajala-Alexis (Foto) in aussichtsreicher Position wegrutschte (13.) und später eine Freistoßeingabe knapp vorbei köpfte (20.). Danach musste Tas dem Anfangstempo etwas Tribut zollen – erst David Danko, dessen Kopfball geblockt wurde, und Youssef Labbouz, der nach einem Haken mit seinem schwächeren rechten Fuß an Makkabi-Keeper Salihovic scheiterte, sorgten vor der Pause wieder für Gefahr. Bei den Gästen wiederum blieb diese meist in guten Ansätzen stecken.
Mensah dreht auf
Auch nach dem Wechsel hatte nur Tas echte Chancen: Baca konnte seinen Kopfball nach einem Häußler-Freistoß aus dem Stand nicht gut genug platzieren (49.), Ajala-Alexis‘ Versuch aus spitzem Winkel wurde noch zur Ecke abgelenkt (51.) und bei Amamoos Linksschuss war Salihovic rechtzeitig unten (58.). Dann aber gelang der Durchbruch: Shean Mensah (Foto) war dabei im Zweikampf auf rechts zwar erst in Ballbesitz ausgerutscht, düpierte seinen Gegenspieler aber damit, blitzschnell wieder auf den Beinen zu sein. Die anschließende Flanke auf den langen Pfosten köpfte Amamoo dann zum 1:0 ein. Nun wich die Last spürbar von den Schultern: ein Knaller des zur Pause eingewechselten Yayla entschärfte Salihovic zwar noch (63.) und Ajala-Alexis blieb ebenfalls (noch) erfolglos (65.) – dann aber fasste sich Mensah aus der Distanz ein Herz und erhöhte sehenswert zum 2:0. Zehn Minuten später dann kam Ajala-Alexis aus halbrechter Position frei zum Schuss und überwand Salihovic dabei überlegt zum 3:0. Damit war die Entscheidung gefallen: Tas ließ bei einer Doppelchance – zunöchst scheiterte der eingewechselte Michel Ulrich freistehend an Makkabis Torwart, den Abpraller setzte Cruz Magalhaes vorbei – einen möglichen vierten Treffer aus. In der Schlussminute verpasste Bruck dann mit dem Kopf die Chance auf den Ehrentreffer für Makkabi, das nun seit 2018 bei vier Gastspielen in Neukölln (1 Unentschieden, 3 Niederlagen) ohne Torerfolg geblieben ist.
Sonntag bei Viktoria
Kommenden Sonntag tritt Tasmania somit als Spitzenreiter bei Schlusslicht Viktoria Berlin (14 Uhr – Stadion Lichterfelde, Kunstrasenplatz) an – im Fernduell spielt 47 parallel zuhause gegen Croatia. Viktoria weiß dabei mit Tchadjei (10 Saisontore) und Güleryüz (4) gefährliche Angreifer in ihren Reihen, über Spielmacher Küc muss man dazu nicht mehr viele Worte verlieren. Dennoch bleibt ein Dreier nicht nur wegen der Spielkonstellation, sondern auch wegen des Aufstiegsrennens für Tasmania Pflicht.


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