Führung ausgebaut

13. Mai 2026

Tas siegt bei Sparta – 47 nur 4:4

Vor der kniffligen Auswärtsaufgabe beim SV Sparta stellte das Trainerteam die Mannschaft gegenüber der 0:2-Niederlage in Neustrelitz auf zwei Positionen um: nach überstandener Verletzung stand Deji Beyreuther wieder in der Startelf (zuletzt Mitte April bei Viktoria, 3:0 gewonnen), auch der vor zwei Monaten in Klosterfelde zuletzt eingesetzte Lirim Mema war von Beginn an dabei. Dafür nahmen Youssef Labbouz und Jean Paul Ajala-Alexis zunächst auf der Bank Platz. Nach dem 4:4 von Verfolger Lichtenberg 47 trotz 4:1-Führung ergab sich für Tasmania dazu erneut die Gelegenheit zu einem „Big Point“ im Titelrennen.


SV SPARTA –
SV TASMANIA 2:3 (1:2)

TASMANIA: Mika – Yayla (78. Bekdemir), Häußler, Baak, Beyreuther – Mema, Yajima (36. Kaiser, 59. Ajala-Alexis) – Mensah (46. Grigoriadis), Danko, Amamoo (59. Labbouz) – Cruz Magalhaes
TORE: 0:1 Cruz Magalhaes (5.), 0:2 Mensah (23.), 1:2 Schmüser (43.), 1:3 Baak (66.), 2:3 Nikol (83.).
SPIELBESUCH: 298 Zahlende auf dem Paul-Kalkbrenner-Sportfeld
GELB-ROTE KARTE: Dujkovic (90.+2, Sparta)


Stark bis Yajima raus muss

Tasmania übte von Beginn an Druck aus, wodurch die Gastgeber zunächst nicht ins Spiel fanden. Dabei belohnte man sich schnell durch die frühe Führung, als Pedro Vitor Cruz Magalhaes im Strafraum in der Luft stand und wuchtig einköpfte. Nur zwei Minuten später hatte unser bester Schütze in ähnlicher Konstellation dann weniger Glück – doch die nächste Chance kam bestimmt. So wurden die Versuche von Nathaniel Amamoo (8.), David Danko (9.) und erneut Cruz Magalhaes (10.) abgeblockt, nach kurzer Verschnaufpause sorgte Beyreuthers Freistoß aus spitzem Winkel wieder für Torgefahr (20.). Dann war Shean Mensah bei einer Unaufmerksamkeit von Spartas Hintermannschaft zur Stelle und ließ SVS-Torwart Korn bei seinem reaktionsschnellen Abschluss nicht gut aussehen – 0:2! Der Flügelstürmer war jetzt auf den Geschmack gekommen und prüfte Korn aus rund 25 Metern, diesmal aber ohne Erfolg (28.). Dennoch fasste der SV Sparta immer mehr Fuß in der Partie – dieser Prozess steigerte sich exponentiell, nachdem der bis dato bärenstarke Rintaro Yajima (Foto) in Folge eines harten Zweikampfs vom Platz geführt werden musste. Jetzt rückte Mateusz Mika in den Mittelpunkt, auch wenn Kerem Yayla Spartas Keeper aus 28 Metern nochmal in Schwierigkeiten brachte (39.). Schon im Gegenzug aber köpfte Meyer noch knapp an Tasmanias Kasten vorbei (40.), dann war Schmüser nach einem Freistoß zur Stelle und schob zum 1:2 ein. Und wie schnell an der Fischerstraße Vorsprünge schmilzen können, wenn der SVS erst einmal ins Rollen gekommen ist, zeigte sich eine Minute später: zum Glück für die Neuköllner brachte Hänsch aber den Ball aus kurzer Distanz nicht in Tasmanias Tor unter (44.).

Baak-Tor ist Gold wert

Der Eindruck, dass Spartas nächstes Tor nicht lange auf sich warten lassen würde, brachte Tasmanias Trainerteam dazu, zur zweiten Halbzeit das Gefüge umzustellen – außerdem musste auch Mensah angeschlagen draußen bleiben. Dazu lag bei einer Vorlage des eingewechselten Kosta Grigoriadis ein schnelles 1:3 in der Luft, als Cruz Magalhaes aber im „Kung-Fu-Stil“ an Korn scheiterte (47.). Auf der anderen Seite war Mika wieder bei einem Abschluss von Trojanovic zur Stelle (48.), überhaupt wuchs der Neuköllner Torwart immer wieder über sich hinaus. Aber Tas konnte das Geschehen auch offener gestalten: nach einer knappen Stunde schoss Beyreuther so am langen Pfosten vorbei – während der selbst erst für Yajima eingewechselte Daniel Kaiser auch schon wieder passen musste. Bei einem Eckball drängte Tasmania dann wuchtig in den Fünfmeterraum und Florian Baak (Foto) nutzte die kurze Unentschlossenheit der Sparta-Deckung per Kopf zum 1:3. Gleich darauf scheiterte Grigoriadis aus spitzem Winkel an Korn, dann läuteten die Hausherren die Schlussphase durch einen Nikol-Freistoß ein, den Mika entschärfte. Schon wieder im Gegenzug traf Beyreuther nur das Außennetz (beide 76.), ehe Sparta nach mustergültigem Spielzug doch der Anschlusstreffer gelang, als Nikol nur noch einzuschieben brauchte. Aber Tasmania boten sich nun auch noch mehr Räume für Konter: erst schoss Grigoriadis so knapp vorbei (84.), dann behauptete sich Ajala-Alexis robust im Zweikampf, blieb im anschließenden Eins gegen Eins mit Spartas Torwart aber nur zweiter Sieger. Das Geschehen spitzte sich dadurch weiter zu, und nach einer Ecke der Lichtenberger war wohl auch der Pfosten und damit etwas Fortuna im Spiel (89.). Als sich Dujkovic dann spät die Ampelkarte einhandelte, zog sich die weitere Nachspielzeit zwar immer noch wie Kaugummi – die Gastgeber konnten aber in Unterzahl keinen Schaden mehr anrichten.

Bei Sieg am Sonntag: Aufstieg..!

Damit hatten die Blau-weiß-Roten das 3:2 und wichtige drei Punkte unter Dach und Fach – neben dem aktuellen Vorsprung von nun drei Zählern auf Lichtenberg 47 hat Tas dabei das deutlich bessere Torverhältnis als Faustpfand in der Tasche. Diese Konstellation könnte nun bei einem Sieg unserer Oberligaelf gegen den SV Siedenbollentin am Sonntag bereits vorzeitig Meisterschaft und Aufstieg sichern – unabhängig vom 47-Resultat in Schwerin. Tasmanias Gegner aber, der Neuling aus Mecklenburg-Vorpommern, ist seit fünf Partien ungeschlagen und belegt mit 44 Punkten den siebten Platz. In der „Formtabelle“ des Internetportals FuPa liegt „Bolle“ sogar direkt hinter Tas auf Rang 3. Die Bühne ist also bereitet für Teil 1 des „Showdowns“ – der vielleicht aber schon der finale sein wird.