Tas gewinnt 3:2 in Luckenwalde
Nach drei Niederlagen, davon zwei sehr deutlich, stand der SV Tasmania vor dem Gastspiel in Luckenwalde bereits etwas unter Druck die Brandenburger hatten dazu als potenzieller Kontrahent im Kampf um den Klassenerhalt mit dem 1:0 am Mittwoch in Magdeburg bereits die ersten drei Punkte eingesammelt. Unser Trainerteam stellte dabei gegenüber der 0:6-Abfuhr in Erfurt wieder auf ein 4-2-3-1 um und nahm drei Veränderungen vor: Ensar Bekdemir, Abdulkadir Beyazit und Felix Rehder saßen so auf der Reservebank, während Tahsin Cakmak, Kosta Grigoriadis und Kerem Yayla begannen. Dazu kam Elias Höftmann im Tor zu seinem Startelfdebüt für den rotgesperrten Mateusz Mika. In einem umkämpften Spiel behielten die Blau-Weiß-Roten dann am Ende dank eines späten Kopfballtors von Rintaro Yajima (Foto) knapp die Oberhand – und fuhren vor dem Duell mit Lok Leipzig, dem Staffelmeister der vergangenen beiden Saisons, wichtige drei Zähler ein.
FSV 63 LUCKENWALDE –
SV TASMANIA 2:3 (1:2)
TASMANIA: Höftmann – Yayla, Eder, Baca, Beyreuther – Wostrikow, Yajima – Grigoriadis (67. Beyazit), Cakmak (67. Sambale), Mensah (61. Labbouz) – Berko (79. Danko)
TORE: 1:0 Schneider (17.), 1:1 Berko (29.), 1:2 Cakmak (32., Handelfmeter), 2:2 Pilger (46.), 2:3 Yajima (86.)
SPIELBESUCH: 626 Zahlende im Werner-Seelenbinder-Stadion, Luckenwalde
0:1 noch vor der Pause gedreht
Die Gastgeber kreuzten zu Beginn der Partie gleich zweimal gefährlich vor Tasmanias Tor auf: zunächst bekam Steffen Eder aber noch die Fußspitze entscheidend an Zamzows Abschluss (2.), dann wehrte Deji Beyreuther nach der folgenden Ecke den Ball vor der Linie ab (3.). Auf der anderen Seite wurde ein Abschluss von Grigoriadis geblockt (6.), danach beruhigte sich das Geschehen zunächst. Nach einem Freistoß der Hausherren gingen diese dann jedoch in Führung, als Schneider mit einem Nachschuss aus der zweiten Reihe zwischen Freund und Feind hindurch flach rechts in die Ecke traf. Doch Tas bäumte sich nach dem vierten Rückstand im vierten Saisonspiel auf, blieb aber zunächst ohne Fortune in Person von Beyreuther (23.), Cakmak (26.) und Shean Mensah (28.), deren Versuche jeweils abgeblockt wurden. In einer kurzen Überzahlsituation (FSV-Torschütze Schneider musste ausgewechselt werden) kombinierten sich die Neuköllner dann durch den 16er der Luckenwalder, und am Ende traf Berko aus kurzer Distanz und spitzem Winkel zum 1:1-Ausgleich. Tasmania setzte nach, und als einem FSV-Verteidiger im Zweikampf mit Berko der Ball an die Hand sprang, entschied der Unparteiische nach dem Hinweis seines Assistenten auf Strafstoß: Tahsin Cakmak (Foto) blieb cool vom Punkt und schob den Ball links unten zum 1:2 ein.
Tas hat das letzte Wort
So ging Tas im (ungewohnten) Gefühl einer verdienten Pausenführung in die Kabinen – doch die zweite Hälfte begann mit einer kalten Dusche. Der Sekundenzeiger hatte noch keine vollständige Umdrehung vollzogen, da köpfte Pilger eine Flanke zum 2:2-Ausgleich ein – mit einem schnellen Spielzug hatten die Luckenwalder die Hintermannschaft ausgehebelt und Yayla konnte den wuchtigen Stürmer nicht mehr am Torerfolg hindern. In der Folge kamen Berko (48.) und Fatih Baca (56.) nicht an FSV-Keeper Kühn vorbei, dazu verzog der eingewechselte Youssef Labbouz nach einer Kombination aus 14 Metern knapp (68.). Die Gastgeber hatten dann ihre bis dato beste Chance, als Pilger nach weiter Flanke frei zum Kopfball kam, Elias Höftmann Foto aber mit einem Spagatschritt abwehren konnte. Wenig später startete Tasmania dann eine Umschaltaktion nach Befreiungsschlag von Eder, den Yajima noch in der eigenen Hälfte sicherte – dann ging es schnell nach vorne, wo der eingewechselte Yona Sambale von rechts flankte und der durchgelaufene Yajima den Ball im Luftduell ins Tor des FSV „flipperte“. Doch einen hatten die Brandenburger noch, als Will im Strafraum zum Kopfball ansetzte, aber Höftmann mit perfekter Flugeinlage die Kugel über das Tor lenken konnte (89.). Damit war der erste (und so wichtige) Saisonsieg perfekt: der erste in der Regionalliga seit 1.749 Tagen, wie „Ostport-TV“ errechnete. Seinerzeit gelang im Oktober 2021 ein 2:1-Heimsieg über Energie Cottbus – die Tore erzielten seinerzeit Martin Kascha und Robin Schultze.
Nächstes Heimspiel gegen Lok
Am Sonntag steht nun das zweite Heimspiel der Saison an – mit dem 1.FC Lokomotive Leipzig ist dabei wieder ein „Schwergewicht“ zu Gast. Die Probstheidaer haben schließlich die Nordost-Staffel in den letzten beiden Jahren dominiert, wurden dann jedoch jeweils Opfer der Aufstiegsregel in den Relegationsspielen zur 3. Liga. Allerdings hat Lok auch bereits zweimal Punkte liegen Lassen: beim 3:3 gegen Magdeburg II wurde zuhause ein 3:1-Vorsprung verspielt, dazu errang Hertha BSC II (2:1) letzten Sonntag seine ersten Punkte im Bruno-Plache-Stadion – auswärts hielten die Leipziger aber in Luckenwalde (3:1) und bei Preussen (2:1) bislang ihre Weste rein. Beim letzten Aufeinandertreffen beider Klubs am 33. Spieltag 2021/22 (damals in der 20er-Liga) gab es im Stadion Lichterfelde ein 1:1-Unentschieden (Tore: M. Ceesay / Foto – Pfeffer) – es war der erste Punktgewinn der Neuköllner nach 15 Spielen.


Kategorien