Enttäuschung am Karfreitag

7. April 2026

Tas verliert 1:3 bei „TeBe“

Mit umgebauter Abwehr im Vergleich zum 5:0 gegen Dynamo Schwerin ging Tasmania in das Traditionsduell bei nicht nur in sportlichen Schwierigkeiten steckenden Lila-Weißen: Tim Häußler fehlte an diesem Karfreitag, Fatih Baca nahm zunächst auf der Bank Platz. Dafür rückte Rico Steinhauer (erstmals seit Dezember 2025) in die Startelf und Deji Beyreuther an seiner Seite in die Defensivzentrale, während Kerem Yayla diesmal als Außenverteidiger aufgeboten wurde – im Mittelfeld spielte für ihn dafür wieder David Danko.

Erste Halbzeit verschlafen

Die Neuköllner bekamen gegen die auch für manchen Beobachter überraschend selbstbewusst und unbequem auftretende TeBe-Mannschaft, die erstmals den Abstiegskampf von Spielbeginn an so richtig anzunehmen schien, wenig Zugriff auf das Spiel. Selbst der „Warnschuss“ in der ersten Minute, als Mateusz Mika (Foto) erstmals retten musste, zeigte keine Wirkung. So traf Jobe kurz darauf jedenfalls per Kopf zur Führung der Veilchen, später verursachte Tasmanias Torwart dazu einen Elfmeter gegen Dethleffs, als seine Vorderleute bei einem zweiten Ball schliefen. Die Blau-Weiß-Roten agierten vor der Pause weiter bedenklich kopflos, nach vorne lief außer zwei Abschlüssen von Rici Bokake-Befonga (10., 34.) und einem von Yayla (16.) jeweils aus der Distanz nichts zusammen. Im Gegenteil: in der Nachspielzeit musste man sogar noch ein drittes Gegentor schlucken, wodurch die Partie zur Pause praktisch bereits gelaufen war.

Keine Aufholjagd

Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken konnten die Gastgeber es nach dem Wechsel nach vorne ruhiger angehen und den Gegner machen lassen. Ein mögliches schnelles Anschlusstor mit Signalwirkung vereitelte dazu TeBe-Keeper Bangsow bei einem Schuss von Rintaro Yajima (48.). Zwar köpfte der zur Halbzeit eingewechselte Baca dann nach einer Parade Bangsows doch zum 3:1 ein – es sollte letztlich jedoch bei der sprichwörtlichen „Ergebniskosmetik“ bleiben, denn viele Torszenen spielte sich die Mannschaft weiterhin nicht heraus. Ein Versuch von Nathaniel Amamoo wurde so noch von einem Verteidiger zur Ecke abgelenkt (77.) und ein Schuss von Daniel Kaiser (Foto) nach schöner Ablage des ansonsten weitgehend vorne in der Luft hängenden Pedro Vitor Cruz Magalhaes (82.) ging knapp über das Tor. Als Bangsow dann in der 90. Minute auch einen Baca-Kopfball entschärfte, war auch die letzte Hoffnung geschwunden, dass Tasmania an diesem Nachmittag noch zu Zählbarem kommen könnte. Kurz zuvor hatte sich der bereits ausgewechselte Kosta Grigoriadis zu allem Überfluss eine Gelb-Rote Karte eingehandelt, als er sich auf eine Provokation einließ.

Sonntag gegen Makkabi

Damit fehlt der 23-Jährige auch in der kommenden Partie gegen TuS Makkabi im Werner-Seelenbinder-Sportpark (Sonntag, 14 Uhr). Die Formkurve der Charlottenburger weist aktuell auch nicht gerade nach oben – angesichts von drei Niederlagen in den letzten fünf Partien muss unser Oberligateam allerdings selbst erst mal so schnell wie möglich wieder die Kurve kriegen. Bereits am Mittwoch entscheidet sich dazu im Nachholduell des Meisterschaftskonkurrenten Lichtenberg 47 in Wismar, wer bei danach ausgeglichener Anzahl von Spielen das Restprogramm aus der „Pole Position“ bestreitet.