Ein Punkt nach Fehlstart

21. September 2026

Tas spielt 1:1 beim BFC Preussen

Nach der 2:5-Heimniederlage am Mittwoch gegen Chemie Leipzig nahm das Trainerteam drei Tage später vier Veränderungen in der Startelf vor. Für Mateusz Mika stand so Elias Höftmann (Foto) im Tor, Rintaro Yajima und Kerem Yayla blieben dazu 90 Minuten auf der Bank und Kosta Grigoriadis wurde erst kurz vor Schluss eingewechselt. Dafür stand Pedro Vitor Cruz Magalhaes erstmals 2026/27 von Beginn an auf dem Platz, Tahsin Cakmak (zuletzt Mitte August gegen Lok) und Danil Wostrikow (zuletzt Anfang September in Halle) kehrten außerdem in die Startelf zurück. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlief dabei Pedros Einsatz, denn der Brasilianer erzielte zwar sein erstes Tor 2026/27, in der Schlussphase musste er aber mit einer Verletzung im Gesicht aus dem Spiel genommen werden. Zwiespältig auch das Endergebnis einerseits angesichts des Blitzrückstands, andererseits aufgrund der Überzahl in der letzten halben Stunde. Am Ende konnte zumindest also Punkt Nr. 5 auf dem Konto verbucht werden – der jedoch nicht für ein Verlassen des vorletzten Tabellenplatzes reichte.


BFC PREUSSEN –
SV TASMANIA 1:1 (1:1)

TASMANIA: Höftmann – Rehder, Collins, Baca – Janeš, Wostrikow (87. Grigoriadis) – Mensah, Cakmak, Labbouz (87. Numic) – Berko, Cruz Magalhaes (80. Beyazit)
TORE: 1:0 Häusl (1.), 1:1 Cruz Magalhaes (36.)
SPIELBESUCH: 409 Zahlende im Preussen-Stadion
GELB-ROTE KARTE: Gramberg (61., Preussen)


Tas übersteht Blitzrückstand

Die Partie begann bedenklich: nach einer „unnötigen“ Ecke köpfte Häusl den Gastgeber bereits nach nicht ganz 60 Sekunden in Führung. In der Folge entwickelte sich ein Eckball-Festival vor Tasmanias Gehäuse, das teils auf unsichere Defensivarbeit, teils auf ungenaue Beobachtungen des Schiedsrichtergespanns zurückzuführen war. Irgendwie aber überstanden die Blau-Weiß-Roten diese Phase ohne weiteren Schaden – auch wenn einmal beim Schuss von Wosz wenig fehlte (4.) und auch ein Tohuwabohu wie gegen Chemie (beim Stand von 0:2) nach einer Kerze vor dem eigenen Gehäuse ohne Folgen blieb (10.). Auf der anderen Seite war zunächst lediglich Cruz Magalhaes zu Beginn einmal in halbrechter Position für Tas zum Abschluss gekommen, der Schuss wurde aber abgeblockt (5.). Doch allmählich veränderten sich die „Machtverhältnisse“auf dem Platz: so versprang etwa Youssef Labbouz ein Ball unmittelbar vor Palmowski (17.) und scheiterte Cruz Magalhaes gleich zweimal (19., 22.) mit Kopfbällen an Preussens Torwart. Nach Lessels Freistoß, mit dem Tas-Keeper Höftmann keine Probleme hatte (29.), sollten die Lankwitzer sogar vor dem gegnerischen Kasten praktisch nicht mehr gefährlich in Erscheinung treten. Tas hingegen prüfte in Person von Pedro Vitor Cruz Magalhaes (Foto) per Kopf nach Vorlage von Felix Rehder nochmal Palmowski (35.) – dann aber versenkte der Stürmer den Ball nach Anspiel von Wostrikow in seiner typischen Art im langen Eck.

Überzahl bleibt ungenutzt

In der ersten Viertelstunde nach dem Wechsel neutraliserten sich beide Teams weitgehend, nur ein Schuss von Pedro aus 14 Metern verfehlte das Ziel (57.). Dann handelte sich Gramberg bei Preussen die zweite Gelbe Karte ein, als er bei einem Befreiungsschlag Luka Janeš án Stelle des Balls traf. Der Ballbesitz Tasmanias erhöhte sich nun zwar weiter, jedoch sprang dabei kaum Zwingendes heraus: ein Schuss von Tahsin Cakmak (Foto) wurde geblockt (64.), Fatih Baca köpfte nach einer Ecke über das Tor (68.) und auch die Volleyabnahme von Erich Berko ging drüber (77.). Als dann Cakmaks Versuch aus der Distanz mit seinem schwächeren rechten Fuß in den Armen von Palmowski landete (89.), war das 1:1-Unentschieden endgültig besiegelt.

Freitag zuhause gegen Jena

In der Regionalliga geht es für die Neuköllner nun weiter mit dem Heimspiel gegen den FC Carl Zeiss Jena, der nach zuletzt zwei Niederlagen (0:2 in Halle, 1:2 gegen Lok) auf Platz 8 der Tabelle abgerutscht ist. Der Anstoß im Werner-Seelenbinder-Sportpark erfolgt um 19 Uhr.