Tas besiegt Sparta deutlich
Zum Abschluss des Jahrs 2025 hat die Oberligamannschaft des SV Tasmania den SV Sparta am Ende klar mit 5:0 geschlagen. Es handelte sich dabei um eine vom 13. Spieltag (urspünglich für Mitte November angesetzt) verlegte Partie – also offiziell um die letzte der Hinrunde nach dem Beginn der Rückserie letzte Woche gegen Optik Rathenow. Das Trainerteam schickte hierzu dieselbe Startelf ins Rennen wie acht Tage zuvor – damit bleibt die Mannschaft bis zum Beginn des zweiten Halbjahrs (Mitte Februar bei Hansa II) Tabellenführer mit 37 Punkten (Tordifferenz: +29) vor Lichtenberg 47 (34 Punkte bei einer Partie weniger, TD: +16).
SV TASMANIA –
SV SPARTA 5:0 (3:0)
TASMANIA: Mika – Steinhauer, Baak (69. Labbouz), Häußler – Yajima (77. Bokake-Befonga) – Grigoriadis (77. Günay), Stagge, Amamoo (77. Sentürk), Beyreuther – Cruz Magalhaes, Ajala-Alexis (69. Söyler)
TORE: 1:0 Beyreuther (28.), 2:0 Amamoo (32.), 3:0 Häußler (45.+1.), 4:0 Steinhauer (61.), 5:0 Cruz Magalhaes (68.)
GELB-ROTE KARTE: Sizov (Sparta, 73.)
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3:0 zur Pause
Wie gegen Optik Rathenow tat sich Tasmania dabei anfangs schwer, allerdings nutzten die Havelländer dies zu mehr Nadelstichen als an diesem Sonntag der SV Sparta. Die anfänglichen Spielvorteile konnten die Lichtenberger jedenfalls nur in mehrere „Halbchancen“ ummünzen – richtig gefährlich gefährlich wurde es aber nur bei einem Distanzschuss, den Mateusz Mika parierte (8.) sowie nach der anschließenden Ecke, als ein Schuss der Gäste knapp über das Tor ging (9.). Tas hatte danach die Gelegenheit, als Lukas Stagge (Foto) es von außen scharf auf das Tor probierte, SV-Schlussmann Korn aber richtig stand (14.). Doch da die Neuköllner in den letzten Wochen einfach im „Flow“ sind, gingen sie mit ihren ersten echten Chancen sogleich in Führung. Erst schien die Situation nach einem geblockten Schuss von Nathaniel Amamoo bereits so gut wie entschärft, doch Deji Beyreuther fand aus zwölf Metern die Lücke zwischen Mitspieler und Gegner zur Führung. Dann war nochmal Korn beim Abschluss von Kosta Grigoriadis zur Stelle (31.), ehe Amamoo nach Zuarbeit von Rico Steinhauer aus 16 Metern überlegt auf 2:0 erhöhte. Die mit erheblichen Personalproblemen und einem Abwärtstrend (zuvor 8 Punkte aus zehn Spielen) an die Oderstraße gekommenen Gäste zeigten nun Wirkung: nochmal war Grigoriadis zwar nach schönem Solo mit seinem Schuss am linken Winkel vorbei im Pech (35.), dann aber musste Sparta ein für die Moral besonders bitteres Gegentor hinnehmen. Denn noch vor der Pause nutzte Tasmania einen vom Gegner unnötig verursachten Freistoß auf dem linken Flügel in Person von Tim Häußler zu einem „frechen“ Direktversuch auf das kurze Eck, den Korn passieren lassen musste. Einen 3-Tore-Vorsprung hatten die Blau-Weiß-Roten in diesem Liga-Halbjahr zur Pause noch gar nicht herausgeschossen – nun aber war dies der Fall, obwohl man erst ab Mitte des ersten Durchgangs ins Spiel gefunden hatte. Damit waren zumindest die „Momentumsverhältnisse“, wenn nicht gar der Spielausgang zur Halbzeit bereits geklärt.
Steinhauer-Solo als Krönung
Der SVS ging nochmal mit Schwung in die zweite Hälfte, die letzte Überzeugung fehlte jetzt aber angesichts der Tatsache, dass Abschlusssituationen praktisch nicht mehr zustande kamen. Bei einem Vorstoß von Tas klärte hingegen Torwart Korn unorthodox im Fünfmeterraum mit dem Fuß, ehe er den folgenden Schuss von Grigoriadis sicher hatte (48.). In der nun chancenärmeren Partie fasste sich dann nach einer guten Stunde Verteidiger Rico Steinhauer (Foto) ein Herz, marschierte mit dem Ball bis an den gegnerischen Strafraum und traf von dort auch noch in den rechten Winkel. Damit war auch der letzte Funke Hoffnung auf Zählbares auf Seiten des Kontrahenten verschwunden, sodass auch Pedro Vitor Cruz Magalhaes zu „seinem“ Tor kam – nach Pass in die Tiefe gelang dem Brasilianer nach clever ausgespieltem Eins gegen Eins sein 14. Saisontor zum 5:0. Beinahe hätte er noch für das halbe Dutzend gesorgt, doch nach feiner Vorarbeit des eingewechselten Youssef Labbouz konnte Korn noch einmal größeres Übel beim Abschluss des Torjägers verhindern (80.). Ansonsten machte sich die Überzahl der Neuköllner nach der Ampelkarte für den mehrfach übermotiviert zu Werke gehenden Sizov nicht mehr nachhaltig bemerkbar – angesichts des Spielstands war dies jedoch absolut nachvollziehbar.
Winterpause bis Mitte Februar
Damit können Trainer und Mannschaft sehr zufrieden auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurückblicken und sich bis zum Vorbereitungsbeginn im neuen Jahr erholen. Damit konnten sie auch gleich nach der Partie beginnen, da gemeinsam mit Mitgliedern, Fans und Freunden eine Weihnachtsfeier in stimmungsvollem Rahmnen stattfand. Die ersten drei Pflichtspiele dürften dann aber schon Weg weisenden Charakter besitzen: zuerst geht es nach Spielplan zum „Angstgegner“ Hansa Rostock II (acht Niederlagen in acht Duellen), dann folgen das Duell gegen SD Croatia sowie das Topspiel bei Lichtenberg 47 Anfang März.


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