15 Minuten von der Rolle

25. Juli 2026

Tas verliert zum Auftakt 1:5 in Magdeburg

Der SV Tasmania hat im ersten Spiel der Regionalliga Nordost eine herbe 1:5-Niederlage hinnehmen müssen, obwohl man über weite Strecken mit dem 1.FC Magdeburg II mithalten konnte. Nach dem Rückstand verlor das Team der Trainer Pardis Fardjad-Azad und Bahman Foroutan jedoch für eine Viertelstunde komplett den Faden und handelte sich bis zur Pause noch drei weitere Treffer ein. Erfreulich das Anschlusstor nach dem Wechsel, bei dem der gerade eingewechselte Neuzugang Erich Berko zum 4:1 verkürzen konnte. Weitere Chancen blieben jedoch ungenutzt – dagegen gelang den Hausherren in der Schlussphase noch das Tor zum 5:1-Endstand. In unseren Reihen feierten neben Ex-Profi Berko auch noch Steffen Eder, Tahsin Cakmak, Danil Wostrikow, Abdulkadir Beyazit und Yona Sambale ihren Pflichtspieleinstand.


1.FC MAGDEBURG II –
SV TASMANIA 5:1 (4:0)

TASMANIA: Mika – Eder, Baca, Beyreuther – Yayla, Danko (40. Yajima) – Mensah, Cakmak (75. Jakob), Grigoriadis (65. Wostrikow), Labbouz (46. Berko) – Beyazit (75. Sambale)
TORE: 1:0 Zajusch (34.), 2:0 Baars (41., Foulelfmeter), 3:0 Elsner (44.), 4:0 Birk (45.+2), 4:1 Berko (50.), 5:1 Niklaus (88.)
SPIELBESUCH: 517 Zahlende in der AVNET Arena, Magdeburg


Fatale Viertelstunde

Die Partie begann zunächst mit Stillstand – denn wie auf den anderen Plätzen der Spielklasse an diesem Wochenende ruhte der Ball in der ersten Spielminute aus Protest gegen die geltende Aufstiegsregelung der Regionalligen. Erst danach also durfte Tasmania endlich in die Saison 2026/27 starten – und das tat die Mannschaft ganz ordentlich, wenn auch (auf beiden Seiten) anfangs eine gewisse Aufregung unübersehbar war. Kurios auch die Umstände, herrschte in der großen Magdeburger Arena angesichts von rund 500 Zahlenden doch gähnende Leere. Phasenweise hatte Tas mehr Spielanteile, die Chancen blieben jedoch wie auf Seiten der Gastgeber zunächst wenig zwingend. Bei einem schnellen Umschaltspiel nach einer knappen Viertelstunde wurde etwa der Abschluss von Shean Mensah (Foto) noch rechtzeitig geblockt – später zog Cahmak einen Freistoß aus spitzem Winkel auf die kurze Ecke, die FCM-Torwart Kampa jedoch pflichtgemäß besetzt hatte. Unglücklich aus Neuköllner Sicht daher der Rückstand mit dem ersten Schuss der Gastgeber auf das Tor: nach gelungener Kombination spielte Baars den Ball in den Rücken der blau-weiß-roten Abwehr und Zajusch erwischte Mateusz Mika mit seinem direkten, aber nicht sonderlich platzierten Abschluss auf dem falschen Fuß. Doch erst das 2:0 zeigte bei Tasmania dann Wirkung – kein Wunder, war die Entstehung doch zumindest als unglücklich zu bezeichnen. David Danko, an diesem Nachmittag Kapitän, sank nahe der Seitenlinie angeschlagen zu Boden, doch der gegnerische Einwerfer hatte das nicht wahrgenommen und den Ball wieder gefährlich ins Spiel gebracht. Tasmanias Hintermannschaft hatte aber im Glauben, dass die Partie unterbrochen sei, die Aufmerksamkeit kurz heruntergefahren – als klar wurde, dass der Unparteiische nicht eingegriffen hatte, war es dann praktisch schon zu spät. Mika brachte beim Herausstürzen den Ballführenden so zu Fall und es gab einen Foulstrafstoß, den Baars zum 2:0 verwandelte. Zusätzlicher Wermutstropfen: Danko musste raus und wurde durch Rintaro Yajima ersetzt. Und die FCM-Reserve hatte nun gegen kurzzeitig konsternierte Tasmanen leichtes Spiel: erst legte Youssef Labbouz bei einem missglückten Klärungsversuch Elsner den Ball auf den Kopf – der zwar erst nur die Latte, aber im Nachschuss zum 3:0 traf –, dann passte Baars die Kugel wie beim 1:0 von rechts zurück, und diesmal traf Birk gegen den Lauf von Mika. Unser Schlussmann verhinderte dann sogar noch Schlimmeres, als er einen weiteren gefährlichen Abschluss der Gastgeber über die Latte lenken konnte.

Berkos Treffer nicht genug

Zum zweiten Durchgang war nun guter Rat teuer, war die Partie beim Stand von 0:4 doch praktisch nicht mehr zu retten. Doch immerhin gelang ein schnelles Anschlusstor, als Abdulkadir Beyazit einen Pass aus dem Mittelkreis in die Spitze spielte und in Erich Berko (Foto) einen Abnehmer fand. Der gerade erst zur Pause für Labbouz eingewechselte Last-Minute-Zugang blieb dann im Eins gegen Eins mit Kampa cool – zwar war Magdeburgs Keeper noch am Ball dran, trotzdem fand er letztlich den Weg ins Tor. Tasmania witterte nun die Chance: bei Mensahs Abschluss aus spitzem Winkel (51.) und dem Kopfball von Fatih Baca nach der folgenden Ecke (52.) lag ein schnelles zweites Tor in der Luft. Auch der zweite Versuch des Innenverteidigers (65.) und Berkos Schuss von der Strafraumkante (67.) hätten im Erfolgsfall noch einmal Kräfte freisetzen können – so aber kamen in der Schlussphase die Magdeburger nochmal auf. Eder aber lenkte zunächst einen Schuss in letzter Sekunde zur Ecke ab – dennoch lag ein weiteres Gegentor nun wiederum mehr in der Luft. Und so kam es dann auch, als Yajima sich auf letzter Linie unsanft vom Ball trennen ließ und Nicklaus zum 5:1 einschob. In der Nachspielzeit blieb Tasmania dann sogar noch „das halbe Dutzend“ erspart (90.+2), denn ein letzter Abschluss des Gegners verfehlte knapp sein Ziel.

Freitag gegen Aue

Am Freitag gastiert nun mit dem FC Erzgebirge Aue ein Titelkandidat zum ersten Heimspiel im Werner-Seelenbinder-Sportpark – der Drittligaabsteiger trennte sich im Duell mit der VSG Altglienicke am 1. Spieltag 3:3. Spannend wird dabei nicht nur das sportliche Geschehen auf dem Rasen, sondern auch, wie der erste Probelauf im umgebauten Stadion beim zu erwartenden Publikumsinteresse gemeistert wird. Die Vorfreude auf ein erstes Highlight im eigenen Wohnzimmer überwiegt dabei jedoch eindeutig.