Tas verliert bei SD Croatia
Der SV Tasmania ist im Achtelfinale des Berlin-Pokals 2025/26 ausgeschieden – beim Ligakonkurrenten SD Croatia unterlagen die Neuköllner mit 1:2. Nach schnellem 0:2-Rückstand gelang durch den eingewechselten Florian Baak (erstes Tor im Tas-Trikot) lediglich der Anschlusstreffer. In der Schlussphase sah Torwart Mateusz Mika dazu die Rote Karte wegen Handspiels außerhalb des Strafraums.
Das Trainerteam änderte dabei die Aufstellung im Vergleich zum Neustrelitz-Spiel nur auf einer Position: Rico Steinhauer (nicht im Kader) wurde durch Tim Häußler ersetzt. Interessant: in Croatias Startelf befanden sich nur noch zwei Spieler (Baran, Demir), die auch im August beim 2:5 in der Liga von Beginn an auf dem Platz standen – bei Tasmania waren es sieben. Dazu leitete nun Mario Jurcevic die Tempelhofer als Trainer, beim Punktspiel war noch Ayhan Bilek verantwortlich.
SD CROATIA –
SV TASMANIA 2:1 (2:1)
TASMANIA: Mika – Mema (88. Söyler), Häußler, Beyreuther, Labbouz – Jakob (37. Baak), Stagge – Grigoriadis (60. Ajala-Alexis), Yajima (88. Imasuen), Amamoo (37. Sentürk) – Cruz Magalhaes
TORE: 1:0 Woznikiewicz (19.), 2:0 Rehberg (25.), 2:1 Baak (45.+1)
ROTE KARTE: Mika (Tasmania, 85.)
SPIELBESUCH: nicht genannt (Friedrich-Ebert-Stadion)
Croatia zielsicher
Wie beim Punktspiel im August begann Tasmania dominant, konnte das diesmal aber nicht zur Führung nutzen. Im Gegenteil: die Hausherren präsentierten sich zielsicherer und gingen innerhalb von sechs Minuten mit 2:0 in Führung. Zunächst gelang Woznikiewicz per Kopfball nach einer Ecke das 1:0 – dann hatte Tasmania Pech, dass ein Schuss von Rehberg noch unhaltbar für Mika genau in den Winkel abgefälscht wurde. Mehr Gelegenheiten hatte Croatia vor der Pause nicht, doch die Unseren zeigten Wirkung aufgrund der Chancenverwertung des Gegners. Außer einer „Halbchance“ von Kosta Grigoriadis und einem Kopfball von Nathaniel Amamoo, der knapp das Ziel verfehlte, gelang auch Tas nichts Nennenswertes. Das Trainerteam reagierte und wechselte noch vor der Pause zweimal – und Florian Baak (Foto) erwies sich dabei als „Joker“. Denn nach einer zunächst abgewehrten Tas-Ecke köpfte Pedro Vitor Cruz Magalhaes den Ball in den 5-Meter-Raum, wo der Neuzugang aus kurzer Distanz zum Anschluss einnicken konnte. Ein Treffer unmittelbar vor der Pause, der natürlich für Zuversicht sorgen durfte.
Tas trifft 2-mal Alu
Trotzdem lief mit Wiederanpfiff erst einmal wenig bei den Blau-Weiß-Roten, die Gastgeber hatten sogar bei einem Lattentreffer Pech. Dann aber straffte sich Tasmania und traf seinerseits den Pfosten, als Cruz Magalhaes abgezogen hatte, der Abpraller aber auch nicht vom Rücken des Croatia-Torwarts den Weg ins Tor fand. Der gebrauchte Nachmittag nahm weiter Formen an, als der ebenfalls früh eingewechselte Fatih-Mert Sentürk nach einer Ecke aus dem Rückraum schoss und der Ball vom Innenpfosten wieder ins Feld sprang. Weitere Chancen dieser Qualität blieben jedoch aus, dazu gewann Croatia Zeit und störte den Spielfluss, indem man immer wieder Fouls ziehen konnte. Tas musste gegen Ende im Drängen auf den Ausgleich weiter aufmachen – bei einem Umschaltspiel des Heimteams handelte sich Mateusz Mika (Foto) dann noch eine Rote Karte ein. Deji Beyreuther hatte bei einem Klärungsversuch zunächst seinem Widersacher an die Hand geschossen, doch die Unparteiische ließ weiterlaufen – und als unser Torwart außerhalb des Strafraums ebenfalls mit der Hand am Ball war, folgte der Pfiff. So musste Rintaro Yajima für die letzten Minuten Ersatztorwart Divine Imasuen weichen, es blieb aber beim 1:2 und dem Ausscheiden Tasmanias – wie im Oktober 2022 beim 2:3 nach Verlängerung in der dritten Runde.
Hohe Hürde in Siedenbollentin
In der Liga geht es nun am kommenden Sonnabend weiter mit der Pflichstspielpremiere beim SV Siedenbollentin (13.30 Uhr, Fritz-Reuter-Sportpark). Der Aufsteiger spielt bislang eine starke Hinrunde, liegt aktuell auf Platz 3 nur vier Punkte hinter Tasmania und hat überhaupt nur eine Partie bislang verloren (Top-Wert der Liga). Dazu weist Daniel Eidtner die beste Trefferquote der Spielklasse auf (1,0 pro Einsatz wie 47-Stürmer John Gruber) – bleibt also zu hoffen, dass Tasmania mit den Siegen zuletzt in Wismar und gegen Neustrelitz die schlechte Statistik gegen Teams aus Mecklenburg-Vorpommern weiter aufpolieren kann.


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