Tas mit wichtigem Sieg gegen Dynamo Schwerin
Mit der Niederlage (der zweiten innerhalb der vorangegangenen drei Partien) aus dem Nachholspiel in Rostock vom Mittwoch „im Gepäck“, kam dem Heimspiel gegen die SG Dynamo Schwerin besondere Bedeutung zu. Denn nun galt es angesichts der immer noch schiefen Tabelle der NOFV-Oberliga Nord, gewissermaßen als Spitzenreiter den Anschluss zu Verfolger Lichtenberg 47 zu halten. Der lag bekanntlich mit zwei Partien weniger fünf Punkte zurück, was den Tabellenzweiten jedoch erstmals in diesem Jahr „virtuell“ (also bei zwei Siegen in den Nachholspielen im Sinn) mit einem Zähler vorne sah. Wie die Rechenspiele eben so aussehen bei unterschiedlicher Anzahl an Spielen – ganz genau werden wir es erst am 8. April wissen, wenn die 47er in Wismar antreten und das Spielkonto damit wieder ausgleichen. Beim 4:0-Sieg in Mahlsdorf – die Eintracht war bis dahin immerhin Dritter – ließen die Lichtenberger jedenfalls von ihrer Seite keine Zweifel aufkommen. Doch Tas konnte mit einem 5:0-Erfolg über die Schweriner den „Anschluss“ halten, obwohl die Bilanz gegen die SGD bis dahin noch negativ stand (2 Siege, 2 Unentschieden, drei Niederlagen). Das Trainerteam hatte dazu drei Veränderungen zur Startelf von Rostock vorgenommen: Deji Beyreuther, Rici Bokake-Befonga und Rintaro Yajima waren von Beginn an dabei – dafür saßen Geburtstagskind Ensar Bekdemir sowie Nathaniel Amamoo zunächst auf der Bank und fehlte David Danko.
SV TASMANIA –
SG DYNAMO SCHWERIN 5:0 (0:0)
TASMANIA: Mika – Beyreuther, Baca, Höußler, Labbouz (58. Bekdemir) – Yayla (58. Kaiser), Bokake-Befonga – Mensah, Yajima (72. Günay), Grigoriadis (58. Ulrich) – Cruz Magalhaes (72. Ajala-Alexis)
TORE: 1:0 Cruz Magalhaes (5., Handelfmeter), 2:0 Cruz Magalhaes (16.), 3:0 Grigoriadis (40., Handelfmeter), 4:0 Bokake-Befonga (43.), 5:0 Cruz Magalhaes (65.)
GELB-ROTE KARTE: Wienke (SGD, 74.)
BESONDERES VORKOMMNIS: Cruz Magalhaes scheitert mit Foulelfmeter an Bergtholdt (3.)
SPIELBESUCH: 140 Zahlende (270 Anwesende) im Werner-Seelenbinder-Sportpark
Drei Elfmeter in Halbzeit 1
Gegen die bislang an der Oderstraße unbequem zu spielenden Gäste sorgte die frühzeitige Führung durch einen verwandelten Handelfmeter von Pedro Vitor Cruz Magalhaes für schnelle Sicherheit – allerdings war der brasilianische Stürmer zwei Minuten zuvor bereits an SGD-Torwart Bergtholdt mit einem Foulstrafstoß gescheitert. Beide Situationen waren dabei auch einer gewissen Unordnung der Schweriner, die sogar zum ersten Torabschluss der Partie gekommen waren (1.), in der Defensive geschuldet. Diese hielt auch unter dem Dauerdruck Tasmanias weiter an: jedoch fehlte die Präzision bei einem Schuss von Kosta Grigoriadis (7.), einem Freistoß (11.), einem Abschluss von Youssef Labbouz nach Flanke von Shean Mensah (12.) sowie einem Beyreuther-Versuch aus zwölf Metern (15.). Bei der nächsten, durch Tasmanias Offensivwirbel verursachten Turbulenz im Rostocker Strafraum war dann aber Cruz Magalhaes zur Stelle und schoss zum 2:0 ein. Zu diesem Zeitpunkt also immerhin eine 2-Tore-Führung, die uns zuletzt nach starker Anfangsphase nicht immer vergönnt war. Die Neuköllner konnten diesmal also guten Gewissens einen Gang runterschalten – erst um die 30. Minute meldeten sie sich wieder gefährlich vor dem Schweriner Tor (Mensah 29′, Grigoriadis 30′, Yajima 32′). So klingelte es erst nach einem erneuten Strafstoßpfiff, in diesem Fall erneut wegen Handspiels: Grigoriadis durfte ran und traf rechts unten zum 3:0. Und Tasmania konnte noch vor der Pause endgültig den Deckel draufmachen, als Bokake-Befonga (Foto) einen „zweiten Ball“ im Strafraum überlegt einköpfen konnte.
Kontrolliert nach dem Wechsel
Im zweiten Durchgang lief es dann entwas lockerer an, auch wenn Tas-Torwart Mateusz Mika (54., 72.) zweimal sein ganzes Können aufbringen musste. Tasmania verpasste durch Beyreuther (61.) das nächste Tor – dann aber machte Cruz Magalhaes (Foto, jetzt 21 Saisontore) nach schöner Mensah-Vorarbeit den Dreierpack voll. Nach der Ampelkarte gegen Schwerins Wienke eröffneten sich noch einmal Räume und es gab nochmal Gelegenheiten für die frischen, eingewechselten Spieler: Kemal Günay (77.) sowie Daniel Kaiser (83.) scheiterten jedoch am stark reagierenden Bergtholdt und Jean Paul Ajala-Alexis köpfte knapp vorbei (86.) – so blieb es am Ende beim 5:0.
Karfreitag bei TeBe
Durch die Pokal-bedingte Ligapause ist unsere Oberligamannschaft erst wieder am Freitag nächster Woche im Einsatz – dann gastieren wir voraussichtlich im Stadion Wilmersdorf (Anstoß: 14 Uhr) bei Tennis Borussia. Die Lila-Weißen haben dabei in den vorangegangenen acht Partien nur einmal gepunktet (beim 2:1 gegen Viktoria) und brauchen im daraus resultierenden Kampf um den Klassenerhalt dringend Zählbares.


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